Bad Säckingen – Millionen-Schaden nach Großbrand in Wäscherei
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Ein Großbrand hat in der Nacht eine Wäscherei im Gewerbegebiet Trottäcker in Bad Säckingen zerstört. Rund 130 Feuerwehrkräfte verhinderten ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude. Zwei Einsatzkräfte wurden leicht verletzt, der Schaden wird auf bis zu sechs Millionen Euro geschätzt.
In der Nacht zum Samstag (1. August 2026) ist es im Gewerbegebiet Trottäcker in Bad Säckingen zu einem Großbrand bei der Firma Geiger Textil gekommen.
Brand in Waschhalle breitet sich rasant aus
Gegen 1.30 Uhr wurde die Feuerwehr durch die Brandmeldeanlage alarmiert. Bei der Erkundung stellten die ersten Einsatzkräfte fest, dass im Inneren der Waschhalle eine Maschine in Brand geraten war.
Aufgrund der großen Mengen eingelagerter Textilien breitete sich das Feuer innerhalb von fünf bis zehn Minuten auf die gesamte Halle aus.
Feuerwehr verhindert größere Katastrophe
Da sich zum Brandzeitpunkt keine Beschäftigten im Gebäude aufhielten, wurde niemand aus der Belegschaft verletzt. Auch für die Bevölkerung bestand laut Feuerwehr keine Gefahr, da der Rauch senkrecht nach oben abzog.
Den Einsatzkräften gelang es, ein Übergreifen der Flammen auf eine zweite Betriebshalle, eine benachbarte Photovoltaikanlage sowie weitere Gebäude im Umfeld zu verhindern.
Löschwasser aus dem Rhein
Die anhaltende Trockenheit und die enorme Hitzestrahlung führten immer wieder zu kleineren Flächenbränden rund um die Einsatzstelle, die umgehend gelöscht wurden.
Da das öffentliche Wassernetz für einen Einsatz dieser Größenordnung nicht ausreichte, verlegten die Feuerwehren mehrere Schlauchleitungen vom nahegelegenen Rhein, um die Löschwasserversorgung dauerhaft sicherzustellen.
150 Einsatzkräfte vor Ort
Insgesamt waren 140 bis 150 Einsatzkräfte im Einsatz, darunter rund 130 Feuerwehrangehörige. Unterstützt wurde die Feuerwehr Bad Säckingen von den Feuerwehren aus Wehr, Murg, Laufenburg, Lauchringen, Waldshut-Tiengen und St. Blasien sowie vom Technischen Hilfswerk, Deutschen Roten Kreuz und der Polizei.
Zwei Feuerwehrleute wurden leicht verletzt – einer stürzte während des Einsatzes, ein weiterer erlitt eine leichte Brandverletzung.
Halle zerstört – Millionenschaden
Die betroffene Halle konnte trotz des massiven Löschangriffs nicht mehr gerettet werden. Nach drei bis vier Stunden war der Brand unter Kontrolle, die Nachlöscharbeiten mit der Suche nach Glutnestern dauerten jedoch bis in die Morgenstunden an.
Wegen austretender Reinigungschemikalien wurden zusätzliche Spezialkräfte sowie ein Fachberater Chemie hinzugezogen. Gegen 5 Uhr wurde ein Teil der einsturzgefährdeten Halle mit einem Bagger eingerissen.
Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf fünf bis sechs Millionen Euro. Zur Brandursache liegen derzeit noch keine Erkenntnisse vor. Die Ermittlungen dauern an.
Quelle der Polizeinachricht: Feuerwehr Bad Säckingen