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Berlin – Festnahmen wegen versuchten Mordes und Erpressung

Redaktion Polizeiticker Deutschland

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Drei Polizisten in schwarzer Schutzkleidung und Masken sind in einer Einsatzsituation zu sehen. Sie tragen Helme und Ausrüstungen, im Hintergrund ist unscharfe Vegetation sichtbar.
Symbolbild (Bildquelle: Adobe Stock, Belish)

Nach Schüssen auf ein besetztes Café in Berlin-Neukölln haben Ermittler einen 21-Jährigen festgenommen. Er soll im Zusammenhang mit einer Schutzgeldforderung mit einer halbautomatischen Waffe auf das Café geschossen haben.

Einsatzkräfte der BAO Ferrum des Landeskriminalamts Berlin nahmen im Auftrag der EG Telum der Staatsanwaltschaft Berlin nach intensiven Ermittlungen einen 21-jährigen Tatverdächtigen in Treptow-Köpenick fest.
Gegen ihn besteht der Verdacht des versuchten Mordes aus Habgier, der besonders schweren räuberischen Erpressung sowie eines Verstoßes gegen das Waffengesetz. Zudem nahmen die Einsatzkräfte vor Ort einen weiteren 21-jährigen Tatverdächtigen wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Waffengesetz fest.

80 Einsatzkräfte durchsuchen sieben Objekte

In diesem Zusammenhang vollstreckten insgesamt 80 Einsatzkräfte, unterstützt von Spezialkräften, an sieben Wohn- beziehungsweise Gewerbeanschriften in Neukölln, Treptow-Köpenick und Charlottenburg-Wilmersdorf insgesamt sieben richterliche Durchsuchungsbeschlüsse.

Schüsse auf besetztes Café in Neukölln

Dem erstgenannten Tatverdächtigen wird vorgeworfen, am 2. April 2026 gegen 4:30 Uhr mit einer halbautomatischen Schusswaffe auf die Fensterfront eines Cafés in der Hermannstraße in Neukölln geschossen zu haben.
Dabei soll er in Kauf genommen haben, dass die sich in dem Café aufhaltenden Personen tödlich getroffen werden. Die Personen im Café blieben unverletzt.
Nach den bisherigen Ermittlungen stehen die Schüsse im Zusammenhang mit der Aufforderung zur Zahlung von sogenanntem „Schutzgeld“.

Scharfe Schusswaffen und mutmaßliches Kokain sichergestellt

Im Rahmen der Durchsuchungen konnten zwei scharfe Schusswaffen, Munition, mutmaßliches Kokain sowie Mobiltelefone sichergestellt werden.
Gegen den 21-Jährigen, dem unter anderem ein versuchter Mord vorgeworfen wird, bestand auf Antrag der Staatsanwaltschaft bereits zuvor ein Haftbefehl. Der Beschuldigte wurde dem Ermittlungsrichter zur Verkündung des Haftbefehls vorgeführt. Der Richter setzte den Haftbefehl in Vollzug.
Der andere 21-jährige Tatverdächtige wurde nach Beendigung der Maßnahmen entlassen.
Die Sichtung und Auswertung der sichergestellten Beweismittel sowie die Ermittlungen der BAO Ferrum des Landeskriminalamts Berlin und der EG Telum der Staatsanwaltschaft Berlin dauern an.
Quelle der Polizeinachricht: Polizei Berlin

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