Rund 20 Personen haben sich in Berlin-Friedrichshain versammelt und Gegenstände auf einer Kreuzung angezündet. Als Polizei und Feuerwehr eintrafen, wurden die Einsatzkräfte massiv mit gezündeter Pyrotechnik beworfen und beschossen. Ein Polizist erlitt Verbrennungen am Hals.
Gegenstände auf Kreuzung angezündet
In der Nacht zum Sonntag, 13. September 2026, versammelten sich gegen 1 Uhr rund 20 Personen an der Kreuzung Rigaer Straße/Liebigstraße in Berlin-Friedrichshain.
Die Personen zogen und trugen verschiedene Gegenstände auf die Fahrbahn, darunter einen Sessel, und zündeten diese an. Mehrere Beteiligte entzündeten zudem sogenannte Bengalische Feuer.
Menschenmenge flüchtet in Mehrfamilienhaus
Als die alarmierten Polizeikräfte eintrafen, flüchtete die Personengruppe in ein Mehrfamilienhaus und verbarrikadierte die Eingangstür.
Anschließend begaben sich Personen auf die Balkone und das Dach des Hauses.
Von dort wurden die Einsatzkräfte nach Angaben der Polizei massiv mit gezündeter Pyrotechnik beschossen und beworfen.
Polizist erleidet Verbrennungen
Bei dem Angriff wurde ein Polizist am Hals von Pyrotechnik getroffen und erlitt Verbrennungen.
Der Beamte wurde ambulant behandelt und konnte anschließend seinen Dienst fortsetzen.
Feuerwehr kann nur unter Polizeischutz vorrücken
Auch die wegen des Brandes alarmierten Einsatzkräfte der Berliner Feuerwehr wurden mit Pyrotechnik beschossen und beworfen.
Die Feuerwehr konnte deshalb nur unter dem Schutz der Polizei zum Brandort vorrücken. Dort löschten die Einsatzkräfte die Flammen.
Gegen 1.40 Uhr beruhigte sich die Situation. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich keine Personen mehr auf dem Dach und den Balkonen.
Staatsschutz übernimmt Ermittlungen
Die weiteren Ermittlungen führt der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes Berlin.
Ermittelt wird wegen des Verdachts des besonders schweren Landfriedensbruchs.
Quelle der Polizeinachricht: Polizei Berlin