Bonn – Lebensgefährte nach Fund von Frauenleiche in Haft
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Auf der A45 zwischen den Parkplätzen Großmicke und Unterm Hipperich wurden die Hände gefunden. (Bildquelle: Google Maps)
Nach dem Fund einer Frauenleiche und abgetrennter Hände in Bonn (NW) befindet sich der 41-jährige Lebensgefährte der Getöteten in Untersuchungshaft. Der Mann war nach der Tat nach Äthiopien geflüchtet und wurde Anfang Februar 2026 nach Deutschland überstellt.
Im Falle des Fundes der abgetrennten Hände sowie des Leichnams einer 32-jährigen Frau hatten die Staatsanwaltschaft Bonn und die Bonner Polizei am 03.12.2025 die Ermittlungen übernommen.
Seit dem 15.12.2025 lag ein Haftbefehl für den in Bonn amtlich gemeldeten Lebensgefährten der Frau vor. Der 41-Jährige hatte sich nach dem bisherigen Sachstand nach der Tat nach Äthiopien abgesetzt, wo er sich seit Ende November auf Veranlassung der lokalen Behörden in amtlicher Verwahrung befand.
Nachdem durch die Staatsanwaltschaft Bonn unter Einbindung des Auswärtigen Amtes ein Auslieferungsersuchen an die äthiopischen Behörden gestellt wurde, reisten am Mittwoch (04.02.2026) Ermittler der Mordkommission und der Bonner Staatsanwaltschaft nach Äthiopien, um den 41-Jährigen nach Deutschland zu bringen und an die deutsche Justiz zu übergeben.
Am 06.02.2026 konnte der Mann, der sich bislang nicht näher zur Tat eingelassen hat, dem zuständigen Haftrichter beim Amtsgericht Bonn vorgeführt werden.
Dieser erließ unter anderem wegen des dringenden Tatverdachts des Totschlags einen Untersuchungshaftbefehl gegen den Beschuldigten, der daraufhin in eine Justizvollzugsanstalt gebracht wurde.
Weiter unklar ist bislang, wo die 32-Jährige, die die Bonner Unterkunft in den Morgenstunden des 16.11.2025 verlassen hatte, getötet worden ist. Auch der Kopf der Frau wurde bislang nicht gefunden.
Quelle der Polizeinachricht: Polizei Bonn