Am Dienstag, 17.02.2026, geriet auf dem Ersatzbauwerk der Rader Hochbrücke bei Borgstedt eine Acetylenflasche in Brand. Wegen akuter Explosionsgefahr wurde ein 200-Meter-Sicherheitsradius eingerichtet, die A7 in beide Richtungen sowie der Schiffsverkehr auf dem Nord-Ostsee-Kanal gesperrt.
Am 17.02.2026 um 13:23 Uhr wurden die
Feuerwehren Borgstedt, Bünsdorf und Büdelsdorf zu einer brennenden Acetylenflasche auf dem Ersatzbauwerk der Rader Hochbrücke alarmiert.
Vor Ort wurden die Einsatzkräfte durch Bauarbeiter eingewiesen und zur Schadensstelle geführt. Aufgrund der besonderen Gefahrenlage entschied sich Einsatzleiter Andreas Hoffmann frühzeitig, den Löschzug-Gefahrgut mit einem Fachberater hinzuzuziehen. Nach intensiver Erkundung wurde ein Sicherheitsradius von 200 Metern um die Einsatzstelle festgelegt.
Der Brand ereignete sich auf dem Ersatzbauwerk für die Rader Hochbrücke. (Bildquelle: Kreisfeuerwehrverband Rendsburg-Eckernförde)
Dies hatte erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr: Die
Autobahn A7 musste in beide Fahrtrichtungen vollständig
gesperrt werden. Darüber hinaus wurde auch der Schiffsverkehr auf dem
Nord-Ostsee-Kanal vorsorglich eingestellt.
Mit einer Kamera überwacht die Feuerwehr den Status der brennenden Gasflasche. (Bildquelle: Kreisfeuerwehrverband Rendsburg-Eckernförde)
Acetylen ist ein hochentzündliches
Gas, das unter Druck in speziellen Gasflaschen gelagert wird. Es besitzt die Eigenschaft, sich bei Erwärmung oder Beschädigung selbstständig zu zersetzen. Diese Zersetzungsreaktion kann sich im Inneren der Flasche fortsetzen und zu einer plötzlichen Explosion führen - selbst noch Stunden nach einem Brandereignis.
Brennende Acetylenflaschen dürfen nicht gelöscht werden, da sie sonst explodieren könnten. (Bildquelle: Kreisfeuerwehrverband Rendsburg-Eckernförde)
Aus diesem Grund dürfen brennende Acetylenflaschen in der Regel nicht sofort gelöscht werden. Stattdessen müssen sie kontrolliert ausbrennen oder über einen längeren Zeitraum gekühlt und überwacht werden.
Die Explosionsgefahr macht weiträumige Absperrmaßnahmen zwingend erforderlich, um Einsatzkräfte und Bevölkerung zu schützen. Rund 60 Einsatzkräfte befinden sich aktuell im Einsatz. Die Maßnahmen werden voraussichtlich bis in die späten Abend- beziehungsweise Nachtstunden andauern.
Die A7 sowie der Nord-Ostsee-Kanal sind noch bis in die Abendstunden voll gesperrt. (Bildquelle: Kreisfeuerwehrverband Rendsburg-Eckernförde)
Derzeit warten die Einsatzkräfte auf das Eintreffen einer spezialisierten Fachfirma, die die sichere Bergung der Flasche übernehmen soll. Erst nach vollständiger Beseitigung der Gefahr können die Autobahn sowie der Schiffsverkehr wieder freigegeben werden.
Zur Brandursache können derzeit keine Angaben gemacht werden. Verletzt wurde bei dem Einsatz glücklicherweise niemand.
Quelle der Polizeinachricht: Kreisfeuerwehrverband Rendsburg-Eckernförde