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Deutsche und polnische Polizei zerschlagen Autodiebstahl-Bande

Redaktion Polizeiticker Deutschland

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Ein Industriehof zeigt aufgereihte Autoteile in Regalen links und rechts, während ein dunkler Van mitten auf dem Hof steht.
Bei dem Großeinsatz in Polen stellten Ermittler zahlreiche Teile gestohlener Fahrzeuge sicher. (Bildquelle: LKA Sachsen)

Deutsche und polnische Ermittler sind gemeinsam gegen eine mutmaßliche Bande vorgegangen, die hochwertige Fahrzeuge in Deutschland und anderen europäischen Ländern gestohlen haben soll. Allein die deutschen Ermittlungen umfassen mehr als 70 Autodiebstähle mit einem Schaden von über drei Millionen Euro.

Deutsche und polnische Ermittler sind gemeinsam gegen eine mutmaßliche Tätergruppe vorgegangen, die über Jahre hochwertige Fahrzeuge in Deutschland und anderen europäischen Ländern gestohlen haben soll. Im Visier der Täter standen insbesondere Autos der Marken Audi, BMW, Mercedes-Benz und Porsche.
Nach den deutschen Ermittlungen werden zwölf polnische Tatverdächtige im Alter zwischen 19 und 54 Jahren mit mehr als 70 Fahrzeugdiebstählen in Verbindung gebracht. Der entstandene Schaden soll sich auf mehr als drei Millionen Euro belaufen.
Tatorte befanden sich unter anderem in Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Sachsen und Baden-Württemberg. Die Staatsanwaltschaft Dresden erwirkte Europäische Haftbefehle gegen mehrere Beschuldigte.

Großeinsatz in Polen

Am 22. September schlugen die Ermittler in Polen zu. Durchsuchungen fanden unter anderem in Wrocław, Zgorzelec, Bogatynia und Porajów statt. An dem Einsatz waren nach deutschen Angaben rund 120 polnische und 60 sächsische Einsatzkräfte beteiligt.
Erste deutsche Angaben sprachen von neun Festnahmen. Die polnische Polizei berichtete später von insgesamt zehn festgenommenen Personen. Acht Beschuldigte kamen demnach in Haft und sollen im Rahmen Europäischer Haftbefehle an Deutschland übergeben werden.
Ein ausgebranntes Autowrack ohne Türen und Fenster steht im Freien, umgeben von Gräsern und einer Betonwand.
Deutsche und polnische Ermittler gingen gemeinsam gegen die mutmaßliche Autodiebstahl-Bande vor. (Bildquelle: LKA Sachsen)

Gestohlene Autos sollen in Polen zerlegt worden sein

Nach Angaben der polnischen Ermittler sollen die in Deutschland gestohlenen Fahrzeuge nach Polen gebracht und dort zerlegt worden sein. Die Fahrzeugteile seien anschließend weiterverkauft worden. Zu den Beschuldigten sollen mutmaßliche Autodiebe, Transporteure, Personen für die Demontage der Fahrzeuge sowie mutmaßliche Führungspersonen der Gruppe gehören.
Bei Durchsuchungen von mehr als einem Dutzend Objekten entdeckten die Ermittler große Mengen Fahrzeugteile und Ausrüstung. Insgesamt wurden mehr als drei Lastwagenladungen mit Teilen sowie drei bereits zerlegte Fahrzeugkarosserien sichergestellt. Einige Bauteile konnten Fahrzeugen zugeordnet werden, die zuvor gestohlen worden waren.
Außerdem stellten die Ermittler professionelle Ausrüstung zum Diebstahl von Fahrzeugen sicher, darunter Geräte zum Decodieren von Fahrzeugschlüsseln. Gefunden wurden nach polnischen Angaben zudem Munition und deutsche Polizeidokumente.

Ermittler prüfen mehr als 50 Fahrzeuge

Die polnischen Ermittlungen laufen bereits seit mehr als einem Jahr. Dabei konnten nach Angaben der Behörden mutmaßliche Mitglieder der Gruppe sowie Lager- und Zerlegeorte identifiziert werden.
Die sichergestellten Fahrzeugteile könnten mit mehr als 50 gestohlenen Fahrzeugen in Verbindung stehen. Ihr Wert wird von den polnischen Behörden auf mehr als zehn Millionen Złoty beziffert.
Die Auswertung der umfangreichen Beweismittel dauert an. Deutsche und polnische Behörden arbeiten bei den weiteren Ermittlungen eng zusammen.
Quelle der Polizeinachricht: Landeskriminalamt Sachsen

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