Dresden SN – Autotransport bleibt unter Brücke stecken und verliert Ladung
Dresden SN – Autotransport bleibt unter Brücke stecken und verliert Ladung
30.11.2025 | 15:34
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Warum der Fahrer die Warnschilder ignorierte ist derzeit unklar. (Bildquelle: Feuerwehr Dresden)
Am Samstagmittag, 29.11.2025, blieb ein Fahrzeugtransporter auf der Leipziger Straße in Dresden unter einer Brücke stecken. Ein geladener Kleintransporter drohte abzustürzen, außerdem wurde die Oberleitung der Straßenbahn beschädigt. Die Feuerwehr sicherte die Lage aufwendig mit Spezialgerät.
Am 29.11.2025, gegen 12:02 Uhr, wurde die Feuerwehr Dresden zu einem ungewöhnlichen Hilfeleistungseinsatz alarmiert. Aus noch zu ermittelnder Ursache blieb der Fahrer eines Fahrzeugtransporters mit Anhänger unter einer Brücke in Höhe der Industriestraße stecken.
Dabei wurde der Fahrdraht der Straßenbahn beschädigt. Zudem wurde ein auf dem Anhänger transportierter Kleintransporter so weit nach hinten gedrückt, dass er abzustürzen drohte.
Ein Autotransporter, der einen roten VW-Transporter auf der obersten Ebene geladen hatte, war stadtauswärts auf der Leipziger Straße unterwegs. Der 47-jährige Fahrer hatte die ausgeschilderte Durchfahrtshöhe von vier Metern an der Eisenbahnbrücke der Deutschen Bahn offenbar ignoriert.
Der aufgeladene Transporter wurde durch die Kollision eingeklemmt, zur Hälfte vom Trägerfahrzeug geschoben und hing mit dem Heck in rund vier Metern Höhe frei über der Straße – ein aus der Distanz schwebend wirkendes Bild für die Einsatzkräfte.

Der Transporter hing bzw. klemmte in fast vier Metern Höhe fest. (Bildquelle: Feuerwehr Dresden)
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswache Übigau wurde zunächst die Unfallstelle abgesichert und ein Überblick über die komplexe Lage geschaffen.
Gemeinsam mit den Spezialisten für Schwere Technische Hilfeleistung der Feuer- und Rettungswache Albertstadt sowie den Dresdner Verkehrsbetrieben (DVB) wurde anschließend eine Strategie entwickelt, um die Gefahren zu beseitigen.
Zunächst musste durch die DVB die Fahrleitung spannungsfrei geschaltet sowie Baufreiheit geschaffen werden. Im Anschluss wurde der Fahrzeugtransporter mithilfe hydraulischer Rettungsgeräte vom beschädigten Fahrdraht befreit.
Dabei unterstützte ein Spezialfahrzeug der Dresdner Verkehrsbetriebe die Arbeiten. Nachdem dies erfolgreich abgeschlossen war, wurde der Lkw ein Stück zurückgesetzt. Im Anschluss hob der Kran des Rüstwagen-Kran der Wache Albertstadt den Kleintransporter an und setzte ihn sicher auf der Fahrbahn ab.
Die Bergung unter der Eisenbahnbrücke auf der IC-Strecke Dresden–Berlin sowie die Reparaturarbeiten der beschädigten Oberleitung dauerten mehrere Stunden. Für die Straßenbahnlinie 4 wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet, erst gegen 18 Uhr konnte der reguläre Betrieb wieder aufgenommen werden.
Die Leipziger Straße – eine zentrale Zufahrt zur Dresdner Innenstadt – blieb während des Einsatzes voll gesperrt. Der Autoverkehr wurde weiträumig umgeleitet, was zu erheblichen Behinderungen auf dem Weg zum Striezelmarkt führte.
Personen wurden bei dem Ereignis nicht verletzt. Im Einsatz waren 20 Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswachen Albertstadt und Übigau.