(Symbolbild) (Bildquelle: Polizei)
Im Rahmen der internationalen Operation «KRATOS 2» haben Ermittler mehrere illegale Streaming-Netzwerke zerschlagen. Die von Europol unterstützte Aktion führte zu 29 Festnahmen, 148 Hausdurchsuchungen und der Zerschlagung von neun kriminellen Organisationen.
Im Rahmen der internationalen Operation KRATOS 2 haben Ermittler ein weit verzweigtes Netzwerk illegaler Streaming-Anbieter ins Visier genommen. Die von Bulgarien geleitete Aktion wurde von Europol unterstützt und richtete sich gegen kriminelle Gruppen, die mit illegalem Zugang zu kostenpflichtigen Sportübertragungen, Filmen und Fernsehsendern Millionen verdient haben sollen.
Die siebenmonatigen Ermittlungen führten zu:
- 29 Festnahmen
- 86 identifizierten Verdächtigen
- 148 Hausdurchsuchungen
- Zerschlagung von neun kriminellen Organisationen
- 59 an Justizbehörden übergebenen Fällen
- 72 laufenden Ermittlungsverfahren
Zudem wurden:
- 169 Domains gemeldet
- 27'332 Streaming-URLs entfernt
- 722'961 Urheberrechtsverletzungen festgestellt
Organisierte Kriminalität hinter illegalen Streams
Nach Angaben der Ermittler stehen hinter vielen vermeintlich günstigen IPTV- und Streaming-Angeboten hoch organisierte kriminelle Netzwerke. Diese nutzen internationale Serverstrukturen und technische Infrastruktur in mehreren Ländern, um ihre Aktivitäten zu verschleiern.
Neben den finanziellen Schäden für Rechteinhaber bergen solche Plattformen auch Risiken für Nutzer. Dazu zählen unter anderem Malware, Spyware, Datendiebstahl und weitere Formen der Cyberkriminalität.
Tausende weitere illegale Angebote identifiziert
Dank der Zusammenarbeit mit Unternehmen aus der Medien- und Anti-Piraterie-Branche konnten zusätzlich:- 4'370 weitere Piraterie-Domains
- 18'331 IP-Adressen
- 397'384 URLs
- 126'979 rechtsverletzende Inhalte
identifiziert und gemeldet werden.
Europol koordinierte die Zusammenarbeit
Europol unterstützte die Operation durch die Koordination des Informationsaustauschs, die Analyse von Ermittlungsdaten sowie operative und technische Unterstützung. Beteiligt waren Behörden aus 13 Ländern, darunter Belgien, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, die Niederlande, das Vereinigte Königreich und die USA.
Die Ermittlungen gegen weitere illegale Streaming- und Piraterienetzwerke dauern an.