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Fake-Shops vor Black Friday – Polizei warnt vor Betrug

Redaktion Polizeiticker Deutschland

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Eine Hand hält eine rote Kreditkarte vor einem Laptop, der eine Einkaufswebsite zeigt. Der Bildschirm ist auf Online-Angebote fokussiert.
Die Polizei warnt vor betrügerischen Onlineshops während der Black Week. (Bildquelle: pexels)

Kurz vor der Black Week warnt die Polizei vor betrügerischen Onlineshops. Kriminelle locken mit günstigen Angeboten und täuschend echten Verkaufsseiten. Wer nicht genau hinsieht, riskiert Geldverlust und den Missbrauch persönlicher Daten.

Ende November beginnt mit der Black Week und dem Black Friday die heiße Phase des vorweihnachtlichen Onlinehandels. Viele Verbraucher suchen nach günstigen Angeboten für Smartphones, Elektronik, Kleidung oder Weihnachtsgeschenke. Doch nicht jedes vermeintliche Schnäppchen ist echt. Die Polizeiliche Kriminalprävention warnt aktuell vor sogenannten Fakeshops, die zunehmend professionell gestaltet sind.

Polizei warnt: KI macht Fakeshops immer schwerer erkennbar

Betrüger nutzen mittlerweile auch Künstliche Intelligenz (KI), um gefälschte Verkaufsplattformen zu erstellen. Die Internetseiten verfügen häufig über hochwertige Produktbilder, professionelles Design, Allgemeine Geschäftsbedingungen und ein scheinbar vollständiges Impressum.
Selbst Rechtschreibfehler oder auffällige Formulierungen, die früher auf betrügerische Seiten hinweisen konnten, fehlen zunehmend. Die Betreiber täuschen damit seriöse Unternehmen vor. Tatsächlich existieren die angebotenen Produkte häufig gar nicht.

Besonders günstige Angebote locken Käufer in die Falle

Die Kriminellen setzen gezielt auf Produkte, die besonders gefragt sind. Dazu gehören aktuelle Smartphones, Spielekonsolen, Markenkleidung und andere beliebte Artikel. Oft liegen die Preise deutlich unter denen seriöser Händler. Auch angeblich ausverkaufte Produkte werden auf den betrügerischen Seiten weiterhin angeboten.
Wer bestellt, muss häufig im Voraus bezahlen. Nach der Überweisung bleibt die Lieferung jedoch aus. In vielen Fällen ist der angebliche Händler anschließend nicht mehr erreichbar. Die Betrüger können außerdem versuchen, eingegebene persönliche Daten oder Zahlungsinformationen für weitere Straftaten zu missbrauchen.

Fakeshops erkennen: Auf diese Warnsignale sollten Käufer achten

Die Polizei und die Verbraucherzentralen empfehlen, unbekannte Onlineshops vor einer Bestellung genau zu überprüfen.
Besondere Vorsicht ist bei folgenden Anzeichen geboten:
  • Ungewöhnlich niedrige Preise: Produkte werden erheblich günstiger angeboten als bei anderen Händlern.
  • Nur Vorkasse möglich: Andere Zahlungsmethoden werden zunächst angezeigt, stehen beim Bezahlen aber plötzlich nicht mehr zur Verfügung.
  • Verdächtiges Impressum: Unternehmensangaben fehlen, sind unvollständig oder lassen sich nicht überprüfen.
  • Gefälschte Gütesiegel: Angebliche Prüfsiegel sind lediglich als Bilder eingebunden und führen nicht zu einer unabhängigen Zertifizierungsstelle.
  • Auffällige Internetadresse: Die Webadresse weicht von der bekannten Händleradresse ab oder passt nicht zum angebotenen Sortiment.
  • Fehlende unabhängige Bewertungen: Außerhalb des Shops finden sich keine glaubwürdigen Erfahrungen anderer Kunden.
Auch eine professionell gestaltete Internetseite mit HTTPS-Verschlüsselung ist kein Beweis dafür, dass ein Onlineshop seriös ist.

Verbraucherzentrale bietet kostenlosen Fakeshop-Finder

Wer sich bei einem Onlineshop unsicher ist, kann den kostenlosen Fakeshop-Finder der Verbraucherzentrale nutzen. Dazu wird die Internetadresse des jeweiligen Shops in das Prüfprogramm eingegeben. Anschließend untersucht das Tool verschiedene Merkmale und gibt eine Einschätzung zum möglichen Betrugsrisiko.
Der Dienst kann dabei helfen, bereits bekannte betrügerische Shops zu erkennen und Auffälligkeiten festzustellen.
Eine Garantie für die Seriosität eines Anbieters bietet die Prüfung allerdings nicht.

Hier können Sie Online-Shops mit dem Fakeshop-Finder der Verbraucherzentrale überprüfen.

Bereits bezahlt? Das sollten Betrugsopfer jetzt tun

Wer bereits bei einem verdächtigen Onlineshop bestellt und bezahlt hat, sollte möglichst schnell handeln. Zunächst empfiehlt es sich, die eigene Bank oder den Zahlungsdienstleister zu kontaktieren. Je nach Zahlungsmethode kann möglicherweise eine Rückbuchung oder ein Käuferschutzverfahren eingeleitet werden.
Außerdem sollten sämtliche Beweise gesichert werden. Dazu gehören:
  • Bestellbestätigungen und Rechnungen
  • Screenshots des Onlineshops
  • E-Mails und Nachrichten des Verkäufers
  • Zahlungs- und Überweisungsbelege
  • Die vollständige Internetadresse des Shops
Betroffene sollten anschließend Strafanzeige bei der Polizei erstatten. Wurden Kreditkartendaten oder Zugangsdaten übermittelt, sollten diese ebenfalls umgehend abgesichert werden.

Polizei rät: Vor dem Kauf genau hinschauen

Gerade während großer Rabattaktionen versuchen Betrüger, die Schnäppchenjagd auszunutzen. Zeitlich begrenzte Angebote und außergewöhnlich günstige Preise können Verbraucher zu unüberlegten Bestellungen verleiten.
Die Polizei empfiehlt deshalb, Angebote zu vergleichen, unbekannte Händler sorgfältig zu prüfen und möglichst sichere Zahlungsmethoden wie den Kauf auf Rechnung zu nutzen. Wer Zweifel an der Seriosität eines Onlineshops hat, sollte auf eine Bestellung verzichten.
Quelle der Nachricht: Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes / Verbraucherzentrale Deutschland.

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