Nach dem Einbruch in eine Sparkassenfiliale in Gelsenkirchen-Buer Ende Dezember 2025 hat die Polizei am 05.03.2026 eine neue Ermittlungskommission eingerichtet. Die bisherige „BAO Bohrer“ wurde in die EK „Kernbohrer“ überführt.
Ermittlungen werden neu strukturiert
Am 05.03.2026 teilte die
Polizei Gelsenkirchen mit, dass nach dem
Einbruch in eine Filiale der Sparkasse in Gelsenkirchen-Buer Ende Dezember 2025 die umfangreichen Ermittlungen weiter voranschreiten.
Um den zwischenzeitlich veränderten Anforderungen gerecht zu werden, wird die hierfür eingerichtete Besondere Aufbauorganisation (BAO) "Bohrer" mit sofortiger Wirkung in die neu gebildete Ermittlungskommission (EK) "Kernbohrer" überführt.
Mit dieser Anpassung gleicht die Polizei ihre Strukturen den aktuellen Erfordernissen des Verfahrens an. Ziel ist es, die komplexen und intensiven Ermittlungen auch im weiteren Verlauf professionell, effizient und mit klaren Zuständigkeiten fortzuführen.
Foto des Tresorraumes nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen. (Bildquelle: Polizei Gelsenkirchen)
Tausende Geschädigte werden vernommen
Ein Schwerpunkt der Ermittlungen liegt derzeit auf den umfangreichen Vernehmungen der mehr als 3100 geschädigten Schließfachinhaberinnen und -inhaber. Bislang wurden bereits über 2300 der Geschädigten vernommen. Weitere Termine sind vereinbart und stehen aus, um eine vollständige Sachverhaltsaufklärung zu gewährleisten.
Die Polizei
Gelsenkirchen bittet in diesem Zusammenhang weiterhin alle Geschädigten, die anberaumten Vernehmungstermine bei der Polizei wahrzunehmen. Das Erscheinen zur polizeilichen Vernehmung wurde durch die zuständige
Staatsanwaltschaft Essen angeordnet.
Zur Terminvereinbarung und für weitere Rückfragen ist die eingerichtete Hotline unter der Rufnummer 0209 365 1661 zu erreichen.
Die Ermittler haben mehrere Hunderttausend Gegenstände fotografiert. (Bildquelle: Polizei Gelsenkirchen)
Spuren und Hinweise werden weiter ausgewertet
Neben der Geschädigtenvernehmung legt die Polizei einen weiteren Schwerpunkt auf die andauernde Auswertung von umfangreich sichergestellten Spuren sowie auf die Prüfung der knapp 650 eingegangenen Hinweise.
Die zahlreichen nach der Tat im Tresorraum aufgefundenen und durch die Polizei asservierten Gegenstände der Geschädigten bleiben weiterhin in polizeilicher Verwahrung. Über die Herausgabe entscheidet die zuständige Staatsanwaltschaft, sobald die Gegenstände nicht mehr als Beweismittel für das Verfahren benötigt werden.
Der Tresorraum der Sparkasse in Gelsenkirchen-Buer direkt nach dem Einbruch. (Bildquelle: Polizei Gelsenkirchen)
Polizei bittet weiterhin um Hinweise
Kriminaldirektor André Dobersch, der zum einen die Direktion Kriminalität bei der Polizei Gelsenkirchen leitet und zum anderen die "BAO Bohrer" geführt hat, erklärt hierzu: "Mir ist bewusst, welche Belastung der Sparkassen-Einbruch für die Betroffenen darstellt. Gerade deshalb setzen wir alles daran, die Tat umfassend aufzuklären und die Abläufe für die Geschädigten so transparent wie möglich zu gestalten."
"Die enge Zusammenarbeit aller beteiligten Polizeikräfte sowie die strukturierte Vorgehensweise ermöglichen es uns, den komplexen Sachverhalt Schritt für Schritt aufzuklären. Die Überführung der BAO in die EK Kernbohrer ist nun ein folgerichtiger und sinnvoller Schritt, um die Ermittlungen weiterhin zielgerichtet voranzutreiben."
Die Polizei bittet die Geschädigten weiterhin um Geduld und Verständnis für die Dauer der Maßnahmen.
Zeugenaufruf
Hinweise zur Tat oder zu den unbekannten Tätern nimmt die Polizei unter der Hinweisnummer 0209 365 8112 oder über das geschaltete Hinweisportal unter dem Link https://nrw.hinweisportal.de/ entgegen.
Quelle der Polizeinachricht: Polizei Gelsenkirchen / Staatsanwaltschaft Gelsenkirchen
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