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Hamburg – Zoll sichert Vermögenswerte nach Drogengeschäften

23.04.2026 | 07:53

Redaktion Polizeiticker Deutschland

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Hamburg – Zoll sichert Vermögenswerte nach Drogengeschäften

Der BMW im Wert von 42.000 Euro wurde sichergestellt. (Bildquelle: Zollfahndungsamt Hamburg)

Die Zollfahndung hat in Hamburg und Niedersachsen Vermögenswerte in Höhe von rund 182.000 Euro sichergestellt. Der mutmaßliche Drahtzieher soll die Geldwäsche aus der Haft heraus organisiert haben.

Durchsuchungen und Sicherstellungen

Am Dienstag, den 22.04.2026, durchsuchten Einsatzkräfte des Zollfahndungsamtes Hamburg mehrere Objekte in Hamburg und Niedersachsen und sicherten zahlreiche Beweismittel sowie Vermögenswerte in Höhe von rund 182.000 Euro.
Darunter befanden sich eine Forderung gegen ein Pfandleihhaus auf Herausgabe eines verpfändeten Ford Shelby Cobra GT 500 im Wert von etwa 140.000 Euro sowie ein BMW im Wert von rund 42.000 Euro. Beide Fahrzeuge sollen aus illegalen Drogengeschäften stammen und über eine Online-Plattform verkauft werden.

Tatverdächtiger aus der Haft aktiv

Der mutmaßliche Drahtzieher verbüßt derzeit eine langjährige Haftstrafe. Er war Teil einer Tätergruppierung, die im Jahr 2023 im Raum Hamburg mit etwa einer Tonne Kokain gehandelt haben soll. Die sechs Mitglieder der Bande erhielten Freiheitsstrafen zwischen neun und zwölf Jahren. Das Urteil des Landgerichts Hamburg ist seit wenigen Monaten rechtskräftig.
Im Zuge der damaligen Taten sollen mehrere hochpreisige Fahrzeuge aus den Erlösen erworben worden sein. Eines der Fahrzeuge soll zudem als Tatfahrzeug beim Drogenhandel eingesetzt worden sein. Zum Zeitpunkt früherer Ermittlungen konnten die Autos jedoch nicht aufgefunden werden.

Verkaufspläne und Ermittlungen

Neue Erkenntnisse ergaben, dass die Fahrzeuge über eine Online-Plattform verkauft werden sollten. Um dies trotz seiner Inhaftierung zu organisieren, soll der Tatverdächtige Kontakt zu seinem privaten Umfeld aufgenommen und einen 34-jährigen Mithäftling eingebunden haben, der den Verkauf nach seiner Entlassung durchführen sollte.
Die bei den Durchsuchungen sichergestellten Unterlagen ergaben, dass der Ford Shelby inzwischen bei einem Pfandleiher verpfändet wurde und daher nicht mehr direkt sichergestellt werden konnte. Der BMW sowie zahlreiche Beweismittel wurden jedoch beschlagnahmt.

Bewertung der Zollfahndung

Der Leiter des Zollfahndungsamtes Hamburg, Nils Gärtner, erklärte, dass Vermögenswerte aus dem Handel mit rund einer Tonne Kokain durch weitere illegale Aktivitäten gewaschen werden sollten. Dies habe durch den Einsatz der Ermittler verhindert werden können.
Die weiteren Ermittlungen führt das Zollfahndungsamt im Auftrag der Staatsanwaltschaft Hamburg.
Quelle der Polizeinachricht: Zollfahndungsamt Hamburg

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