Eine 58-jährige Frau ist am Dienstagabend in Kelkheim bei einem mutmaßlichen Tötungsdelikt ums Leben gekommen. Der tatverdächtige Ehemann wurde noch am Tatort festgenommen. Gegen den 60-Jährigen wurde inzwischen Haftbefehl wegen Mordverdachts erlassen.
Am Dienstagabend gegen 21:00 Uhr kam es auf der Frankfurter Straße in Kelkheim zu einem Tötungsdelikt.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Frankfurt und des Polizeipräsidiums Westhessen griff ein Mann seine Ehefrau mit einer Schnittwaffe an und fügte ihr tödliche Verletzungen zu. Die Frau verstarb noch am Tatort.
Der Tatverdächtige konnte unmittelbar nach der Tat von Zeugen überwältigt und bis zum Eintreffen der alarmierten Polizeikräfte festgehalten werden. Bei seiner Festnahme erlitt der Mann Verletzungen.
Nach übereinstimmenden Medienberichten handelt es sich bei dem Tatverdächtigen um den 60-jährigen, getrennt lebenden Ehemann der 58-Jährigen. Er soll seine Frau auf dem Marktplatz in der Nähe eines Cafés mit einer Machete angegriffen und ihr zahlreiche Stich- und Schnittverletzungen an Kopf, Hals, Nacken und Oberkörper zugefügt haben.
Die Frau soll noch versucht haben, sich vom Tatort zu entfernen, brach jedoch wenige Meter später zusammen und starb trotz Rettungsmaßnahmen.
Am Mittwochnachmittag erließ eine Ermittlungsrichterin am Amtsgericht Frankfurt auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl wegen des Verdachts des Mordes aus niedrigen Beweggründen. Nach Angaben der Ermittler lebte das Ehepaar seit rund drei Jahren getrennt.
Die Staatsanwaltschaft geht derzeit davon aus, dass der Beschuldigte die Trennung und den Scheidungswunsch seiner Ehefrau nicht akzeptierte. Als mögliches Tatmotiv werden Eifersucht und übersteigertes Besitzdenken geprüft.
Die Polizei führte bis in die Nacht umfangreiche Spurensicherungsmaßnahmen am Tatort durch. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat dauern an.
Quelle der Polizeinachricht: Staatsanwaltschaft Frankfurt/Polizeipräsidium Westhessen