Westmecklenburg – Extremes Unwetter mit Hagel sorgt für Schäden
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Ein schweres Unwetter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen hat in Westmecklenburg zahlreiche Feuerwehreinsätze ausgelöst. Besonders betroffen waren Wittenburg, Hagenow und Zarrentin. Keller liefen voll, Straßen wurden überflutet und Gebäude sowie Fahrzeuge beschädigt.
Ein schweres Unwetter hat am Montagabend den Landkreis Ludwigslust-Parchim und weitere Teile Westmecklenburgs getroffen. Besonders betroffen waren die Städte Wittenburg, Hagenow und Zarrentin.
Nach Angaben der Leitstelle Westmecklenburg gingen innerhalb weniger Stunden rund 170 wetterbedingte Notrufe ein. Feuerwehr und Polizei waren bis in die Nacht im Dauereinsatz.
Einsatzschwerpunkte waren vollgelaufene Keller, überflutete Straßen, umgestürzte Bäume sowie beschädigte Gebäude und Fahrzeuge.
In Wittenburg fielen stellenweise tennisballgroße Hagelkörner. Zeitweise sammelte sich so viel Hagel auf Straßen und Grundstücken, dass dieser mit Radladern geräumt werden musste. Nach Angaben der Leitstelle erinnerte das Bild an winterlichen Schneefall.
Mehrere Keller liefen innerhalb kurzer Zeit voll, teilweise stand das Wasser bis zu einem halben Meter hoch. Die Feuerwehr pumpte zahlreiche Gebäude aus.
Wegen umgestürzter Bäume mussten Straßen gesperrt und Hindernisse beseitigt werden. Unter anderem war die B321 zwischen Pritzier und Hagenow zeitweise nicht passierbar.
Auch die Infrastruktur wurde in Mitleidenschaft gezogen. In Hagenow drang Regenwasser durch ein beschädigtes Dach in ein Mehrfamilienhaus ein und verteilte sich über mehrere Etagen. Die Polizei öffnete die betroffene Wohnung, nachdem Wasser aus der Decke austrat.
Zudem musste die Notaufnahme der LUP-Kliniken Hagenow wegen eines Wasserschadens für rund drei Stunden abgemeldet werden. Patienten wurden vorübergehend in andere Krankenhäuser gebracht.
In Wittenburg wurden rund 50 Fahrzeuge auf dem Gelände eines Autohauses durch den Hagelschlag beschädigt. Außerdem wurden eine Druckerei und landwirtschaftliche Flächen erheblich in Mitleidenschaft gezogen.
Das Unwetter hatte auch Auswirkungen auf den Bahnverkehr. Am Bahnhof Ludwigslust strandeten 35 Reisende, darunter sechs Kinder, nachdem Zugverbindungen ausgefallen waren. Einsatzkräfte versorgten die Betroffenen bis zum Eintreffen von Ersatzbussen mit Decken und Getränken.
Nach bisherigen Erkenntnissen wurden durch das Unwetter keine Menschen verletzt. Die genaue Höhe des entstandenen Sachschadens ist derzeit noch nicht bekannt. Die Aufräumarbeiten dauerten auch am Folgetag an.
Wir bedanken uns herzlich bei einer Lesereporterin für die freundliche Bereitstellung der Fotos.