Kiel – Update DNA-Untersuchung nach versuchtem Mord an Polizistin
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Nach dem versuchten Tötungsdelikt am Kurt-Schumacher-Platz in Kiel haben 178 Bewohner freiwillig DNA-Proben abgegeben. Die Speichelproben sollen nun mit den am Tatort gesicherten Spuren abgeglichen werden.
Im Zuge der Ermittlungen zu einem versuchten Tötungsdelikt in Kiel hat die Polizei am Dienstag eine richterlich angeordnete DNA-Reihenuntersuchung in einem Mehrfamilienhaus am Kurt-Schumacher-Platz 1 durchgeführt.
Hintergrund ist ein Vorfall in der Nacht vom 1. auf den 2. Juni 2026, als gegen 00:45 Uhr ein Pflasterstein aus dem Gebäude auf einen Streifenwagen geworfen wurde. Die Ermittlungsbehörden werten den Angriff als versuchtes Tötungsdelikt.
An der Maßnahme beteiligt waren Einsatzkräfte der Bezirkskriminalinspektion Kiel sowie der Bereitschaftspolizeiabteilung aus Eutin.
Betroffen waren alle Personen, die in dem Gebäude gemeldet oder tatsächlich wohnhaft sind und zum Tatzeitpunkt das 14. Lebensjahr vollendet hatten. Die Abgabe der DNA-Proben erfolgte auf freiwilliger Basis.
Von den 189 im Haus angetroffenen Personen gaben 178 freiwillig eine Speichelprobe ab.
Die Proben werden nun rechtsmedizinisch aufbereitet und ausschließlich mit der am Pflasterstein gesicherten DNA-Spur abgeglichen.
Nach Abschluss des Verfahrens werden die abgegebenen Proben vernichtet. Eine Speicherung der DNA oder ein Abgleich mit anderen Ermittlungsverfahren erfolgt nach Angaben der Staatsanwaltschaft und der Polizei nicht.
Weitere Einzelheiten zu den laufenden Ermittlungen wurden nicht bekannt gegeben.
Quelle der Polizeinachricht: Staatsanwaltschaft Kiel / Polizeidirektion Kiel