Köln – 14-Jähriger durch Stromschlag lebensgefährlich verletzt
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Ein 14-Jähriger hat am Sonntagabend bei einem Stromunfall im Bereich des Bahnhofs Köln Süd lebensgefährliche Verletzungen erlitten. Reisende eines Regionalexpresses bemerkten Lichtblitze und Hilferufe, woraufhin der Zug gestoppt wurde.
Am Sonntagabend (11. Oktober) erlitt ein 14-jähriger Kölner bei einem Stromunfall im Bereich des Bahnhofs Köln Süd lebensgefährliche Verletzungen. Die Bundespolizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.
Gegen 20:50 Uhr nahmen Reisende in einem RE5 zwei Lichtblitze und Hilferufe wahr. Daraufhin wurde die Notbremse gezogen und der Zug kam kurz vor dem Bahnhof Köln Süd auf freier Strecke zum Stehen.
Der Triebfahrzeugführer entdeckte den Jugendlichen mit schwersten Verbrennungen zwischen zwei Wageneinheiten und leitete umgehend die Rettungsmaßnahmen ein.
Nachdem die Oberleitung abgeschaltet und die Erdung erfolgt worden war, versorgten die Rettungskräfte den 14-Jährigen notfallmedizinisch und brachten ihn ins Krankenhaus nach Merheim, wo er sich weiterhin in intensivmedizinischer Betreuung befindet.
Drei Reisende behandelt und Bahnstrecke stundenlang gesperrt
Zum Unfallzeitpunkt befanden sich rund 600 Reisende im Zug. Drei von ihnen klagten über gesundheitliche Beeinträchtigungen und wurden vor Ort durch Rettungskräfte behandelt. Anschließend wurde der Zug bis zum Bahnhof Köln Süd gebracht. Dort konnten die Reisenden in einen Ersatzzug umsteigen.
Die Bahnstrecke war infolge des Unfalls rund drei Stunden gesperrt. Bei insgesamt 38 Zügen summierten sich die Verspätungen auf 2.775 Minuten.
Die Ursache des Unfalls ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen der Bundespolizei.
Quelle der Polizeinachricht: Bundespolizeidirektion Sankt Augustin