Ludwigslust – Ermittlungen zur Ursache des Brandes mit zwei Toten
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Nach dem tödlichen Brand im LUP-Klinikum in Ludwigslust ist der Großeinsatz beendet. Das Feuer wurde gelöscht, die Notaufnahme arbeitet wieder und der Krankenhausbetrieb läuft weitgehend normal. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.
Nach dem Brand im LUP-Klinikum Helene von Bülow in Ludwigslust ist der Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei beendet. Bei dem Feuer kamen zwei Patienten ums Leben. Eine weitere Person erlitt eine Rauchgasvergiftung und wurde in ein Krankenhaus nach Schwerin gebracht. Weitere Verletzte wurden nach aktuellem Stand nicht festgestellt.
Nach ersten Erkenntnissen brach das Feuer in einem Patientenzimmer aus und griff auf das Obergeschoss sowie den Dachstuhl über. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte eine weitere Ausbreitung verhindert werden.
Zum Zeitpunkt des Brandes befanden sich rund 100 Menschen im Krankenhaus, darunter 86 Patientinnen und Patienten. Das Klinikgebäude wurde zunächst vollständig evakuiert. Fünf Patienten wurden in das Schwesterkrankenhaus nach Hagenow verlegt.
Nach Angaben des Landkreises wurde der Bereich des Linksherzkatheter-Messplatzes vermutlich durch Löschwasser beschädigt. Das Feuer war im darüberliegenden Bereich der Gefäßchirurgie ausgebrochen. Die Höhe des entstandenen Schadens ist noch unklar.
Mehr als 100 Einsatzkräfte der Feuerwehren sowie 38 Polizeikräfte waren an dem Großeinsatz beteiligt. Die Notaufnahme konnte gegen 13 Uhr ihren Betrieb wieder aufnehmen. Auch die Facharztpraxen und die Radiologie sind weiterhin erreichbar. Lediglich der Herzkatheterbereich bleibt vorerst außer Betrieb.
Die Polizei schloss die Brandortaufnahme gegen 14:30 Uhr ab und hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Parallel laufen Sicherungsarbeiten am beschädigten Dachstuhl, der mit einem Notdach geschützt werden soll.