München – 18-Jährige von zwei jungen Männern vergewaltigt
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Nach einer mutmaßlichen Vergewaltigung einer 18-Jährigen in einem Gebäude am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) in München sitzen zwei Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Ein Hinweis einer Mitarbeiterin führte wenig später zur Festnahme der beiden Tatverdächtigen.
Am Sonntag, 7. Juni 2026, ist es gegen 03:00 Uhr in München-Maxvorstadt zu einer mutmaßlichen Vergewaltigung gekommen.
Eine 18-jährige Deutsche aus Oberbayern hielt sich zuvor in einer Diskothek auf, nach Informationen aus Ermittlerkreisen handelt es sich um den Club „Neuraum“ am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) an der Hackerbrücke.
Dort wurde die junge Frau von zwei zunächst unbekannten Männern angesprochen. Im weiteren Verlauf verließen die drei gemeinsam den Club, um eine Zigarette zu rauchen. Anschließend überredeten die Männer die 18-Jährige, sich mit ihnen in einen unversperrten Raum im ersten Obergeschoss des ZOB zu begeben.
Nach aktuellem Ermittlungsstand bedrängten die beiden Tatverdächtigen die Frau dort und vergewaltigten sie trotz ihrer Gegenwehr. Dabei erlitt die 18-Jährige auch Verletzungen. Nach der Tat flüchteten die Männer.
Kurz darauf vertraute sich die Geschädigte einer gleichaltrigen Freundin an, die umgehend den Polizeinotruf 110 verständigte. Die Polizei leitete daraufhin umfangreiche Fahndungsmaßnahmen ein.
Parallel wurde die 18-Jährige in eine rechtsmedizinische Einrichtung gebracht, wo sie untersucht und medizinisch versorgt wurde.
Ein entscheidender Hinweis kam von einer Mitarbeiterin der Diskothek. Aufgrund dieser Information konnten Polizeibeamte in Tatortnähe zwei Tatverdächtige feststellen und vorläufig festnehmen.
Es handelt sich um einen 21-jährigen syrischen Staatsangehörigen mit Wohnsitz im Landkreis Itzehoe sowie einen 19-jährigen syrischen Staatsangehörigen mit Wohnsitz im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm.
Im Anschluss führten die Ermittler umfangreiche Maßnahmen durch, darunter Spurensicherungen sowie die Sicherstellung und Auswertung von Mobiltelefonen.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft München I wurden die beiden Tatverdächtigen einer Ermittlungsrichterin vorgeführt. Diese erließ gegen beide Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts der Vergewaltigung.
Die weiteren Ermittlungen werden vom Kommissariat 15 geführt.