Bei einem ausgedehnten Wohnungsbrand in der Münchner Ludwigsvorstadt wurden fünf Menschen mit Rauchgasvergiftungen in Kliniken gebracht. Rund 110 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst waren vor Ort.
Am Freitagvormittag (20.02.2026) ist es gegen 9:36 Uhr in der Schwanthalerstraße in der Münchner Ludwigsvorstadt zu einem größeren Wohnungsbrand gekommen.
Bereits auf der Anfahrt war eine deutliche Rauchsäule sichtbar. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte schlugen Flammen aus einem Fenster im dritten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses. Das Feuer drohte auf darüberliegende Stockwerke überzugreifen.
Mehrere Personen waren vom Rauch eingeschlossen und machten an Fenstern auf sich aufmerksam, andere konnten das Gebäude bereits verlassen.
Die Feuerwehr erhöhte umgehend die Alarmstufe. Während ein Löschrohr von außen eingesetzt wurde, gingen Atemschutztrupps in den Innenangriff vor. Über zwei Drehleitern wurden Menschen gerettet, zusätzlich kamen sogenannte Fluchthauben für die Rettung über das verrauchte Treppenhaus zum Einsatz.
Das Feuer in dem Einzimmerapartment konnte rasch unter Kontrolle gebracht und eine weitere Ausbreitung verhindert werden. Rund eine halbe Stunde nach der Alarmierung hieß es „Feuer aus“.
Insgesamt wurden fünf Personen über Drehleitern gerettet, weitere über das Treppenhaus in Sicherheit gebracht. Der Rettungsdienst untersuchte vor Ort 22 betroffene Personen. Ein Großraumrettungswagen kam dabei ebenfalls zum Einsatz.
Fünf Menschen mussten mit Rauchgasvergiftungen in Münchner Kliniken eingeliefert werden.
Durch die massive Rauchausbreitung sind die Wohnungen ab dem dritten Obergeschoss vorerst unbewohnbar. Für Betroffene, die keine Unterkunft hatten, organisierte die Rettungsdienst-Einsatzleitung eine Notunterbringung. Elf Personen wurden im Anschluss in eine Unterkunft gebracht.
Insgesamt waren rund 70 Einsatzkräfte der Feuerwehr sowie etwa 40 Kräfte des Rettungsdienstes im Einsatz, darunter auch ehrenamtliche Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr und Hilfsorganisationen.
Zur Brandursache und zur Höhe des Sachschadens ermittelt die Polizei.
Quelle der Polizeinachricht: Feuerwehr München