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Oberdürenbach – Siebenjährige bei Kindergeburtstag missbraucht

Redaktion Polizeiticker Deutschland

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Ein Moderator steht in einem Fernsehstudio vor einem Bildschirm mit dem Text 'AKTENZEICHEN XY Vermisst', das Studiodesign ist modern.
Symbolbild Aktenzeichen XY mit Rudi Cerne. (Bildquelle: ZDF)

Mehr als ein Jahr nach dem sexuellen Missbrauch einer Siebenjährigen in Oberdürenbach ist der Täter weiterhin unbekannt. Der Fall wird nun bei „Aktenzeichen XY … ungelöst“ gezeigt – die Ermittler suchen insbesondere nach einem bislang unbekannten Jogger als möglichem Zeugen.

Im Fall des sexuellen Missbrauchs eines siebenjährigen Mädchens in Oberdürenbach im Landkreis Ahrweiler setzen Polizei und Staatsanwaltschaft Koblenz weiter auf Hinweise aus der Bevölkerung.
Der Fall wird am Mittwoch, 9. September 2026, ab 20.15 Uhr in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY … ungelöst“ gezeigt.
Besonders gesucht wird ein bislang unbekannter Jogger, den die Ermittler nicht als Täter, sondern als möglicherweise wichtigen Zeugen einordnen.

Siebenjährige bei Kindergeburtstag von Gruppe weggelockt

Am Samstag, 21. Juni 2025, fand am Sportplatz im Wald nahe Oberdürenbach ein Kindergeburtstag statt. Gegen 17 Uhr entfernte sich die Siebenjährige unbemerkt von der Gruppe, um ein nur wenige Meter entferntes Toilettenhäuschen aufzusuchen.
Weil sich das Mädchen nicht in das Toilettenhäuschen traute, ging es zu einem nahe gelegenen Gebüsch. Dort soll ein unbekannter Mann das Kind angesprochen und unter einem Vorwand vom Sportplatz weggelockt haben.
Nach den inzwischen veröffentlichten Angaben zum Fall führte der Mann die Siebenjährige zu einem Holzverschlag und missbrauchte sie dort sexuell. Frühere Mitteilungen von Polizei und Staatsanwaltschaft hatten den Vorfall aus Gründen des Opferschutzes zunächst lediglich als „strafrechtlich relevantes Verhalten“ beziehungsweise mögliches Sexualdelikt bezeichnet.
Als Tatort beziehungsweise relevantes Umfeld gelten der Sportplatz und der Bereich Am Burberg. In früheren Polizeimeldungen wurde zudem ein nahe gelegener Reitplatz genannt, zu dem der Mann das Kind gelockt haben soll.
Die Tat ereignete sich nach den bisherigen Ermittlungen am 21. Juni 2025 zwischen etwa 17 und 17.30 Uhr. In der ersten öffentlichen Polizeimeldung war der Zeitraum noch auf etwa 17.15 bis 17.30 Uhr eingegrenzt worden. Das Mädchen blieb nach damaligen Angaben körperlich unverletzt und kam anschließend in die Obhut seiner Eltern.

Polizei sucht weiterhin nach unbekanntem Täter

Der gesuchte Mann wurde anhand von Zeugenaussagen wie folgt beschrieben:
  • etwa 30 bis 35 Jahre alt
  • etwa 1,70 bis 1,80 Meter groß
  • heller Teint
  • kurze dunkle Haare
  • Oberlippenbart
  • schwarzes T-Shirt
  • kurze schwarze Hose
Die Kriminalinspektion Mayen übernahm die Ermittlungen. Bereits am Abend der Tat leitete die Polizei umfangreiche Suchmaßnahmen ein, die zunächst ohne Erfolg blieben. Wenig später wurde eine eigene Ermittlungsgruppe eingerichtet.

Unbekannter Jogger könnte wichtiger Zeuge sein

Eine besondere Rolle bei der erneuten Öffentlichkeitsfahndung spielt ein bislang unbekannter Jogger. Mehrere Zeugen hatten den Mann vor der Tat in der Nähe des späteren Tatorts gesehen.
Sein Erscheinungsbild weist nach den Angaben zum ZDF-Fall teilweise Ähnlichkeiten mit der Beschreibung des mutmaßlichen Täters auf, unterscheidet sich jedoch auch in einzelnen Punkten. Die Ermittler gehen nach aktuellem Stand davon aus, dass es sich um zwei verschiedene Männer handelt.
Der Jogger wird deshalb nicht als Tatverdächtiger, sondern als möglicher wichtiger Zeuge gesucht. Er könnte Beobachtungen gemacht haben, die zur Identifizierung des Täters beitragen. Ob der Mann das Mädchen, den Tatverdächtigen oder andere relevante Vorgänge gesehen hat, ist bislang nicht bekannt.

Mehr als 1.400 Männer gaben DNA-Probe ab

Im Zuge der Ermittlungen konnte eine tatrelevante DNA-Spur gesichert werden. Weil sich der Täter dennoch nicht identifizieren ließ, ordnete die Staatsanwaltschaft Koblenz DNA-Reihenuntersuchungen an.
Bei einer ersten freiwilligen Untersuchung in Oberdürenbach im August 2025 wurden Medienberichten zufolge rund 600 Männer angeschrieben. Etwa 200 von ihnen gaben eine DNA-Probe ab. Ein Treffer ergab sich nicht.
Die Ermittlungen wurden daraufhin ausgeweitet. Bei einer weiteren DNA-Reihenuntersuchung wurden insgesamt 2.193 Männer im Alter zwischen 15 und 65 Jahren aus zehn Ortschaften angeschrieben. 1.463 Männer nahmen freiwillig teil.
Mit der Untersuchung sollten auch sogenannte Beinahe-Treffer festgestellt werden. Solche Ergebnisse können unter bestimmten Voraussetzungen Hinweise auf mögliche Verwandtschaftsverhältnisse und damit neue Ermittlungsansätze liefern.
Im März 2026 teilte die Polizei mit, dass beide DNA-Reihenuntersuchungen bis dahin keine neuen Ansätze zur Identifizierung des Täters gebracht hatten. Die Auswertungen und weiteren Ermittlungen wurden fortgesetzt.

Fall kommt zu „Aktenzeichen XY … ungelöst“

Mehr als ein Jahr nach der Tat hoffen die Ermittler nun durch die Ausstrahlung bei „Aktenzeichen XY … ungelöst“ auf neue Hinweise. Der Fall wird am Mittwoch, 9. September 2026, ab 20.15 Uhr im ZDF vorgestellt.
Von besonderem Interesse sind Personen, die sich am 21. Juni 2025 zwischen etwa 17 und 17.30 Uhr im Bereich des Sportplatzes, Am Burberg oder des Reitplatzes in Oberdürenbach aufgehalten und dort Beobachtungen gemacht haben.
Gesucht werden außerdem Hinweise zum beschriebenen Tatverdächtigen und insbesondere zur Identität des bislang unbekannten Joggers.

Zeugenaufruf

Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Remagen unter der Telefonnummer 02642 / 9382-0 sowie per E-Mail an piremagen.wache@polizei.rlp.de entgegen.

Quelle der Polizeinachricht: Polizeipräsidium Koblenz

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Rheinland-Pfalz
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