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Osloß – Fahndung nach Schockanruf mit 200.000 Euro Schaden

Redaktion Polizeiticker Deutschland

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Osloß – Fahndung nach Schockanruf mit 200.000 Euro Schaden
Dieser Mann wird wegen Betruges durch einen Schockanruf gesucht. (Bildquelle: Polizeiinspektion Gifhorn)

Ein über 90-jähriger Mann wurde in Osloß Opfer eines Schockanrufs und übergab Bargeld und Gold im Wert von mehr als 200.000 Euro an einen unbekannten Abholer. Nachdem die bisherigen Ermittlungen nicht zu dessen Identifizierung führten, fahndet die Polizei Gifhorn nun nach dem Tatverdächtigen.

Am Vormittag des 23.07.2026 kam es in Osloß zu einem Betrug durch einen Schockanruf. Bei verschiedenen Varianten dieser Betrugsmasche geben sich die Täter als Polizisten, Staatsanwälte oder Ärzte aus.
Sie fordern die Angerufenen beispielsweise dazu auf, eine Kaution oder eine vermeintlich notwendige Behandlung zu bezahlen. Im Fall eines über 90-jährigen Mannes aus dem Landkreis Gifhorn waren die Täter damit erfolgreich.

Betrügerin gibt sich als Ärztin aus

Der Mann erhielt am Vormittag einen Anruf. Die Anruferin stellte sich als Ärztin vor und erzählte dem Mann, dass seine Tochter in ein Krankenhaus eingeliefert worden sei. Dort sei bei ihr eine Krebserkrankung diagnostiziert worden. Für ein spezielles Medikament aus dem Ausland müsse eine Kaution hinterlegt werden.
Im Hintergrund waren immer wieder verzweifelt klingende Rufe der vermeintlichen Tochter zu hören. Der Mann schenkte der Anruferin schließlich Glauben und übergab gegen Mittag Bargeld und Gold an einen Unbekannten. Der Wert der Beute liegt bei über 200.000 Euro.

Beschreibung des unbekannten Abholers

Der unbekannte Abholer wurde als
  • männlich
  • etwa 38 bis 40 Jahre alt
  • etwa 175 Zentimeter groß
  • von normaler Statur
  • mit deutschem Erscheinungsbild
  • mit dunklem Pullover
  • mit grauer Jogginghose
  • mit weißen Schuhen
beschrieben. Zudem soll der Mann Hochdeutsch gesprochen haben.

Polizei fahndet mit Foto nach Tatverdächtigem

Ein aufmerksamer Zeuge fertigte ein Foto des Mannes, der das Geld und das Gold entgegennahm. Die bisherigen Ermittlungen führten nicht zur Identifizierung des Tatverdächtigen.
Das Amtsgericht Braunschweig hat daher die Veröffentlichung des Fotos zu Fahndungszwecken angeordnet. Die Polizei Gifhorn bittet die Öffentlichkeit um Mithilfe bei der Identifizierung des bislang unbekannten Tatverdächtigen.
Wer kennt den abgebildeten Mann oder kann Hinweise zu seiner Identität oder seinem Aufenthaltsort geben? Hinweise nimmt die Polizei Gifhorn unter der Telefonnummer 05371 980-0 entgegen.

Polizei warnt vor Schockanrufen

Die Täter gehen bei dieser Betrugsmasche äußerst professionell vor. Durch eine raffinierte Gesprächsführung, bei der sie die späteren Opfer massiv unter emotionalen Druck setzen, gelingt es ihnen mitunter, aufkommende Zweifel an der Echtheit ihrer Geschichte zu zerstreuen.

Die Polizei rät deshalb, solche Gespräche sofort zu beenden. Kontaktieren Sie die angeblich betroffene Person oder eine andere Vertrauensperson unter einer Ihnen bekannten Telefonnummer.

Geben Sie am Telefon keine Auskünfte über Ihre persönlichen oder finanziellen Verhältnisse und übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an Unbekannte.

Informieren Sie bei einem verdächtigen Anruf umgehend die Polizei über den Notruf 110.

Quelle der Polizeinachricht: Polizeiinspektion Gifhorn

Kategorien:

Niedersachsen
Fahndungen
Zeugenaufrufe

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