Raunheim – Tote Person nach Brand in Containerwohnanlage entdeckt
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Nach einem Brand in einer Containerwohnanlage in Raunheim (HE) wurde eine tote Person gefunden. Mehrere Bewohner und Einsatzkräfte waren betroffen, die Brandursache ist unklar.
Am Donnerstag, 16. April 2026, gegen 01:16 Uhr wurde der Rettungsleitstelle Groß-Gerau der Brand einer Containerwohnanlage im Schnelser Weg in Raunheim gemeldet.
Containeranlage in Vollbrand
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand die Containeranlage bereits in Vollbrand. Aufgrund der starken Brandentwicklung war ein Betreten des Gebäudes zunächst nicht möglich. Zu diesem Zeitpunkt war unklar, ob sich noch Personen im Inneren aufhielten.
Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren mit einem Großaufgebot vor Ort.
Zu dem Brand wurden die Feuerwehren aus Raunheim, Rüsselsheim, Groß-Gerau, Trebur, Nauheim, Ginsheim-Gustavsburg und Bischofsheim alarmiert. Zusätzlich waren zahlreiche Rettungskräfte sowie das Technische Hilfswerk Rüsselsheim im Einsatz.
Bewohner evakuiert und untergebracht
Zwölf der in den städtischen Wohncontainern untergebrachten Bewohner, darunter auch Menschen ohne festen Wohnsitz, konnten am Brandort angetroffen werden.
Ein Bewohner erlitt leichte Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die übrigen Personen wurden vorübergehend in einem nahegelegenen Hotel untergebracht.
Nach bisherigen Erkenntnissen lagen zunächst keine Hinweise darauf vor, dass sich weitere Personen im Gebäude befanden.
Einsatzkräfte verletzt – Fahrzeuge beschädigt
Bei den Löscharbeiten wurden vier Feuerwehrleute verletzt. Einer von ihnen musste zur weiteren Behandlung stationär in ein Krankenhaus aufgenommen werden.
Zudem wurden zwei Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr durch die starke Hitzeentwicklung beschädigt.
Leiche bei Nachsuche entdeckt
Nach Beendigung der Löscharbeiten wurde das Brandobjekt am Donnerstagnachmittag gegen 14:00 Uhr abgesucht. Dabei fanden Einsatzkräfte in den Räumlichkeiten eine tote Person.
Die Identität sowie die genaue Todesursache sind bislang unklar und sollen im Rahmen einer Obduktion geklärt werden.
Ermittlungen zur Brandursache
Die Staatsanwaltschaft Darmstadt und die Kriminalpolizei haben die Ermittlungen übernommen. Das zuständige Kommissariat 10 in Rüsselsheim untersucht sowohl die Todesumstände als auch die bislang völlig unklare Brandursache. Hinweise auf eine vorsätzliche Tat liegen derzeit nicht vor.
Für die weiterhin andauernden Aufräumarbeiten bleibt der Schnelser Weg im betroffenen Bereich voll gesperrt. Ortskundige werden gebeten, den Bereich zu umfahren.
Zeugenaufruf
Zeugen, die im Zusammenhang mit dem Brand Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 06142/696-0 bei der Kriminalpolizei in Rüsselsheim zu melden.