Ried – 1.600 Schweine sterben bei Großbrand auf Bauernhof
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Ein Großbrand hat zwischen Ried und Hörmannsberg einen Schweinestall und eine angrenzende Lagerhalle zerstört. Nach bisherigen Angaben kamen rund 1.600 Schweine ums Leben. Hunderte Einsatzkräfte waren an den Löscharbeiten beteiligt.
Schweinestall und Lagerhalle in Vollbrand
Am Donnerstagabend, 6.8.2026, wurden die Einsatzkräfte zum Brand eines landwirtschaftlichen Gebäudes zwischen Ried und Hörmannsberg alarmiert. Dort standen ein Schweinestall sowie eine angrenzende Lagerhalle in Vollbrand.
Nach Angaben der Einsatzleitung erfolgte die Alarmierung gegen 19.38 Uhr. Gegen 20.30 Uhr stand der Stall bereits vollständig in Flammen. Eine Rettung der darin befindlichen Tiere war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich.
Nach bisherigen Angaben befanden sich rund 1.600 Schweine in dem Stall. Die Feuerwehr ging davon aus, dass keines der Tiere den Brand überlebt hat. In ersten Angaben aus Feuerwehrkreisen war zunächst von etwa 1.200 bis 1.300 Tieren die Rede.
Hunderte Einsatzkräfte vor Ort
Mehr als 16 Feuerwehren aus dem Landkreis sowie Einheiten von Polizei, Rettungsdienst und THW waren im Einsatz. Nach späteren Angaben waren insgesamt rund 350 Einsatzkräfte beteiligt.
Unter anderem waren die Freiwillige Feuerwehr Kissing und die Feuerwehr Friedberg eingesetzt. Die Löscharbeiten erfolgten sowohl vom Boden als auch über Drehleitern. Zahlreiche Landwirte unterstützten die Einsatzkräfte mit Traktoren und großen Wassertanks bei der Wasserversorgung.
Die Feuerwehr verhinderte ein Übergreifen der Flammen auf eine Getreidetrocknungsanlage, ein etwa 30 Meter hohes Getreidesilo sowie einen Heizöltank mit einem Fassungsvermögen von rund 20.000 Litern. Teile der Gebäudewände wurden mit einem Bagger eingerissen, um Glutnester erreichen zu können.
Die Nachlöscharbeiten dauerten am Freitagmorgen noch an. Die Brandruine war zunächst nicht sicher betretbar.
Keine Menschen verletzt
Menschen wurden nach bisherigem Stand nicht verletzt. Wegen der starken Rauchentwicklung wurden Anwohner zunächst über Warnmeldungen aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten. Die Rauchentwicklung wurde später nicht mehr als akut gefährlich eingestuft.
Die Staatsstraße 2052 im Bereich Ried und Hörmannsberg blieb zunächst gesperrt. Verkehrsteilnehmer wurden gebeten, den Bereich weiträumig zu umfahren.
Brandursache noch unklar
Die Ursache des Großbrandes ist bislang nicht geklärt. Nach Angaben eines Polizeisprechers gab es zunächst keine Hinweise auf Brandstiftung. Ein technischer Defekt wurde als mögliche Ursache genannt, ist bislang jedoch nicht bestätigt.
Auch zur Höhe des entstandenen Sachschadens lagen zunächst keine Angaben vor. Sobald die Sicherheitslage eine Untersuchung der Brandstelle zulässt, soll die Kriminalpolizeiinspektion Augsburg die Ermittlungen zur Brandursache übernehmen.