Röhrnbach – Lkw-Fahrer verursacht Unfall und kommt in Psychiatrie
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Nach dem Frontalzusammenstoß eines Sattelzuges mit einem BMW auf der B12 bei Röhrnbach ist gegen den 41-jährigen Lkw-Fahrer ein Unterbringungsbefehl erlassen worden. Die Ermittler schließen nicht aus, dass der Lkw vorsätzlich auf die Gegenfahrbahn gelenkt wurde.
Am Dienstag, 22. September 2026, kam es gegen 07:50 Uhr auf der B12 bei Röhrnbach zu einem Frontalzusammenstoß zwischen einem Lkw und einem BMW.
Die Sattelzugmaschine befuhr die B12 von Außernbrünst kommend in Richtung Röhrnbach. Zur gleichen Zeit befuhr der BMW die Gegenrichtung. Beide Fahrzeuge waren jeweils nur mit einer Person besetzt.
Nach bisherigen Erkenntnissen geriet der 41-jährige Lkw-Fahrer mit rumänischer und ungarischer Staatsangehörigkeit auf die Gegenfahrbahn und kollidierte dort frontal mit dem BMW.
Der 35-jährige deutsche Fahrer des BMW wurde verletzt und zur weiteren Behandlung in ein umliegendes Krankenhaus gebracht. Der 41-jährige Lkw-Fahrer blieb unverletzt.
Vorsätzliches Lenken auf Gegenfahrbahn nicht ausgeschlossen
Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Lkw vorsätzlich auf die Gegenfahrbahn gelenkt wurde.
Vorausgegangene Äußerungen des 41-Jährigen, die von Zeugen wahrgenommen wurden, könnten nach Angaben der Polizei im Zusammenhang mit dem Geschehen stehen. Die Äußerungen lassen derzeit die Möglichkeit eines psychischen Ausnahmezustands des 41-Jährigen vor dem Geschehen zu. Die genauen Hintergründe sind Gegenstand der weiteren Ermittlungen.
Der Lkw-Fahrer wurde zunächst in eine Fachklinik gebracht.
Die Unfallfahrzeuge wurden sichergestellt und ein unfallanalytisches Gutachten in Auftrag gegeben. Die B12 war nach dem Zusammenstoß gesperrt und wurde gegen 12:30 Uhr wieder freigegeben.
Unterbringungsbefehl gegen 41-Jährigen erlassen
Am Mittwoch, 23. September 2026, wurde der 41-jährige Lkw-Fahrer auf Antrag der Staatsanwaltschaft Passau dem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Passau vorgeführt.
Hierbei wurde ein Unterbringungsbefehl zur einstweiligen Unterbringung in einer psychiatrischen Fachklinik erlassen. Der 41-Jährige befindet sich zwischenzeitlich in einer entsprechenden Einrichtung.
Die weiteren Ermittlungen der Kriminalpolizei Passau unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Passau, insbesondere zu den genauen Hintergründen des Geschehens, dauern an.