Rostock – Ein Schwerletzter und Brände durch Feuerwerk
Rostock – Ein Schwerletzter und Brände durch Feuerwerk
01.01.2026 | 13:17
Redaktion Polizeiticker Deutschland
(Symbolbild) (Bildquelle: Till_Frers_Photography by Pixabay)
Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidium Rostock ist es in der Silvesternacht zu einer Vielzahl teils schwerwiegender Einsätze gekommen. Zwischen 18:00 Uhr am 31. Dezember 2025 und 05:00 Uhr am Neujahrsmorgen registrierte die Einsatzleitstelle rund 300 Einsätze.
Schwerverletzter durch Feuerwerkskörper
In Reddelich erlitt ein 23-jähriger Deutscher beim Umgang mit Feuerwerkskörpern schwerste Verletzungen an der Hand. Nach aktuellen Erkenntnissen wurde dem jungen Mann durch die Explosion eines Böllers eine Hand abgerissen. Er kam in der Silvesternacht mit lebensbedrohlichen Verletzungen in ein Krankenhaus, wie ein Polizeisprecher mitteilte.
Nach ersten Einschätzungen verfügte der verwendete Böller über eine erhebliche Sprengkraft, die deutlich über das hinausging, was im regulären Einzelhandel erhältlich ist. Ob es sich dabei um einen selbstgebauten Sprengkörper oder um illegale Importware handelte, ist derzeit noch unklar und Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Rund 74 Brände – Rostock besonders betroffen
Die Polizei verzeichnete im gesamten Präsidiumsbereich etwa 74 Brände, ausgelöst durch Feuerwerkskörper. In 61 Fällen musste die Feuerwehr ausrücken. Besonders stark betroffen war die Stockholmer Straße / Osloer Straße in Rostock, wo es innerhalb kurzer Zeit zu mehreren Bränden an Hecken, Mülltonnen und Müllcontainern kam. Ein Tatverdächtiger konnte bislang nicht ermittelt werden.
Automat gesprengt – Auseinandersetzung vor Ort
Im Bereich des Barnstorfer Weges in Rostock sprengte eine Personengruppe einen Zigarettenautomaten und brachte zusätzlich ein Graffiti an einer Hauswand an. Während der polizeilichen Maßnahmen kam es vor Ort zu einer weiteren Auseinandersetzung zwischen den anwesenden Personen.
Der Sachschaden am Automaten wird auf etwa 10.000 Euro geschätzt. Der Stehlschaden ist derzeit noch unklar und Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Balkonbrand in Schwerin – Wohnung unbewohnbar
In Schwerin warfen bislang unbekannte Täter Feuerwerkskörper auf den Balkon eines Mehrfamilienhauses. Dadurch kam es zu einem Brand.
Die Bewohnerin der betroffenen Wohnung sowie ihre Tochter erlitten einen Schock und wurden vorsorglich in ein Klinikum gebracht. Die Wohnung ist derzeit nicht mehr bewohnbar, der Sachschaden wird auf rund 10.000 Euro geschätzt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Waffenverstöße und Sicherstellungen
Darüber hinaus stellten die Einsatzkräfte im gesamten Präsidiumsbereich mehrere Schreckschusswaffen sowie Munition sicher. Entsprechende Strafanzeigen wegen Verstößen gegen das Waffengesetz wurden gefertigt.
Bilanz der Nacht
Insgesamt zählte die Einsatzleitstelle des Polizeipräsidiums Rostock zwischen dem 31.12.2025, 18:00 Uhr, und dem 01.01.2026, 05:00 Uhr, rund 300 Einsätze. Die Polizei zieht damit eine ernüchternde Bilanz einer Silvesternacht, die erneut gezeigt hat, welche Gefahren vom unsachgemäßen Umgang mit Pyrotechnik ausgehen.
Quelle der Polizeinachricht: Polizeipräsidium Rostock