Ruhmannsfelden – Mumifizierte Leiche in Doppelhaus entdeckt
Redaktion Polizeiticker Deutschland
(Symbolbild) (Bildquelle: Stephan Wusowski auf Pixabay)
In einem Doppelhaus in Ruhmannsfelden wurde am 05.02.2026 die mumifizierte Leiche einer 1922 geborenen Frau entdeckt. Hinweise auf ein Tötungsdelikt ergaben sich nicht. Gegen die 82-jährige Tochter wird wegen des Verdachts des Betrugs im Zusammenhang mit Rentenzahlungen ermittelt.
Beamte der Kriminalpolizeistation Deggendorf hatten das Anwesen durchsucht, nachdem sich Anhaltspunkte für ein Ableben der Bewohnerin, eine im Jahr 1922 geborene Frau, ergeben hatten.
Nach bisherigen Erkenntnissen soll die Bewohnerin bereits seit mehreren Jahren nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen worden sein beziehungsweise am öffentlichen Leben teilgenommen haben. Anwohner berichteten, dass sie die Hausbesitzerin seit rund zehn Jahren nicht mehr gesehen hätten.
Nach vorliegenden Informationen wurde der Leichnam im Keller des Doppelhauses aufgefunden. Der Körper war bereits stark mumifiziert.
Zwischenzeitlich liegen die Ergebnisse der von der Staatsanwaltschaft Deggendorf beantragten Obduktion vor. Dem vorläufigen Ergebnis zufolge liegen keine Hinweise auf ein Tötungsdelikt vor.
Eine genaue Todesursache konnte nicht mehr festgestellt werden. Auch der Todeszeitpunkt kann rückblickend nicht exakt benannt werden. Es wird jedoch schätzungsweise davon ausgegangen, dass die Frau bereits mehrere Jahre verstorben war.
Die 82-jährige Tochter der Verstorbenen, die bis zuletzt in dem Haus wohnte, begab sich in eine Fachklinik.
Polizei und Staatsanwaltschaft gehen dem Verdacht nach, dass sie nach dem Tod der Mutter weiterhin Rentenzahlungen erhalten haben könnte.
Die Kriminalpolizeistation Deggendorf ermittelt gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Deggendorf wegen des Verdachts eines Betrugs.
Quelle der Polizeimeldung: Polizeipräsidium Niederbayern