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Wartburgkreis – Senior verliert 128.000 Euro durch Anlagebetrug

Redaktion Polizeiticker Deutschland

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Wartburgkreis – Senior verliert 128.000 Euro durch Anlagebetrug
Symbolbild (Bildquelle: CliPhotography (CC0))

Beim sogenannten Cyber-Trading-Fraud locken Täter im Internet mit angeblich lukrativen Geldanlagen. Die Opfer überweisen Geld auf fremde Konten oder Kryptowährungsplattformen. Ein 84-Jähriger aus dem Wartburgkreis verlor so über 128.000 Euro.

Beim sogenannten "Cyber-Trading-Fraud" handelt es sich um eine Betrugsmasche im Internet, bei der Täter vermeintlich lukrative Geldanlagen anbieten. Dies geschieht in erster Linie über Werbeanzeigen in sozialen Medien.
Über professionell gestaltete Internetseiten sowie telefonische Kontaktaufnahme geben sich die Täter häufig als seriöse Anlageberater aus und versprechen hohe Gewinne bei geringem Risiko.
Dazu registrieren sich die künftigen Geschädigten online bei einer Handelsplattform. Geschädigte werden dazu gebracht, mehrfach Geldbeträge auf Privat- oder Firmenkonten zu überweisen. In den meisten Fällen werden die Opfer durch die Täter instruiert Accounts bei Kryptobörsen zu eröffnen und darüber ebenfalls Gelder zu transferieren.
Die auf der vermeintlichen Handelsplattform dargestellten Gewinne sind jedoch frei erfunden. Das von den Geschädigten überwiesene Geld landet schlussendlich bei den Tätern. Sobald sich die "Anleger" ihr Guthaben auszahlen lassen wollen, bricht entweder der Kontakt ab oder sie werden zu weiteren Zahlungen veranlasst.
Nach bisherigen Erkenntnissen werden zunehmend ältere Menschen und Senioren Opfer dieser Betrugsmasche. Die Täter nutzen gezielt das Vertrauen der Betroffenen sowie deren teilweise geringere Erfahrung mit digitalen Anlagenformen aus.
Zu einem solchem Fall kam es kürzlich auch im Wartburgkreis. Ein 84-Jähriger überwies im Zeitraum von Oktober 2025 bis März 2026 insgesamt über 128.000 Euro auf meist ausländische Konten. Nach seinen Investitionszahlungen bekam der Senior mehrfach fälschliche Gebühren- und Steueraufforderungen, weshalb er immer weiter Zahlungen veranlasste.
Die Polizei rät, dass Angehörige mit älteren Familienmitgliedern über diese Betrugsform sprechen und bei ungewöhnlichen Investmentangeboten besondere Vorsicht walten zu lassen.
Sollten Sie im Rahmen von Onlineaktivitäten dazu aufgefordert werden Ihren Personalausweis zu fotografieren und zu übermitteln, beenden Sie ihre Registrierung. Geben Sie niemals Ihre Daten heraus und informieren umgehend die Polizei.
Weitere Informationen finden Sie unter Polizei-Beratung oder wenden Sie sich an die polizeiliche Beratungsstelle der Landespolizeiinspektion Gotha unter 03621-781504.
Quelle der Polizeinachricht: Landespolizeiinspektion Gotha

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