Wiesloch – Patient stirbt nach Polizeieinsatz in Psychiatrie
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Im Psychiatrischen Zentrum Nordbaden (PZN) kam zu dem Vorfall, bei dem ein aggressiver Patient starb. (Bildquelle: Von Heimkinderverband - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=60776488)
Nach einem Polizeieinsatz im Psychiatrischen Zentrum Nordbaden ist ein 34-jähriger Patient gestorben. Die Staatsanwaltschaft Heidelberg prüft nun den Verdacht der fahrlässigen Tötung.
Am 17. Mai 2026 gegen 23:25 Uhr kam es im Psychiatrischen Zentrum Nordbaden (PZN) zu einem aggressiven Verhalten eines 34-jährigen Patienten. Dieser befand sich bereits seit mehreren Wochen in freiwilliger Unterbringung im PZN.
Im Rahmen der Eskalation versuchten mehrere Pflegekräfte sowie die Stationsärztin den Patienten zu beruhigen und sodann zu fixieren. Hiergegen wehrte sich der Patient mit großer Kraftanstrengung, so dass Kräfte des Polizeireviers Wiesloch zur Unterstützung angefordert wurden.
Nach dem Eintreffen der Beamtinnen und Beamten wurde zur Unterstützung des Pflegepersonals unmittelbarer Zwang mit dem Ziel der Fixierung des Patienten angewendet, wogegen sich dieser nach Leibeskräften wehrte.
Im Rahmen der Fixierung kollabierte der Patient und er wurde reanimationspflichtig. Trotz sofortiger ärztlicher Hilfe wurde um 00:34 Uhr der Tod des Patienten festgestellt.
Die Staatsanwaltschaft prüft nun, ob sich die an der Fixierung beteiligten Personen wegen fahrlässiger Tötung strafbar gemacht haben. Eine Obduktion zur Ermittlung der Todesursache wurde unverzüglich in Auftrag gegeben.
Die weiteren Ermittlungen werden unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Heidelberg durch das LKA Baden-Württemberg geführt.
Über diese Pressemitteilung hinausgehende Informationen können aufgrund der laufenden Ermittlungen derzeit nicht mitgeteilt werden.
Quelle der Polizeinachricht: Landeskriminalamt Baden-Württemberg