Zugkontrolle in Regensburg – Zollhund Cessy entdeckt Drogen
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Ein Polizeihund half bei der Zugkontrolle, bei der Zöllner im Zug von Prag nach München zahlreiche Drogen entdeckten.
Zollhund Cessy entdeckt bei Zugkontrolle in Bayern Drogen. Ein Reisender steht nun vor einem Strafverfahren.
Zöllner der Kontrolleinheit Verkehrswege (KEV) Furth im Wald des Hauptzollamts Regensburg haben vor Kurzem bei einer Zugkontrolle in einem Reisezug von Prag nach München zahlreiche Drogen bei einem Reisenden sichergestellt.
Die Kontrolle fand auf Höhe Weiding statt. Im Rahmen der Überprüfung kontrollierten die Einsatzkräfte unter anderem einen deutschen Staatsangehörigen, der angab, bereits seit mehreren Wochen unterwegs zu sein. Ziel seiner Reise sei der Besuch einer Bekannten in München.

Die Drogen waren in unterschiedlichen Verpackungen versteckt. (Bildquelle: Hauptzollamt Regensburg)
Auf die Frage nach anmeldepflichtigen Waren oder verbotenen Gegenständen wie Waffen oder Drogen verneinte der Mann jeglichen Besitz.
Zur Überprüfung des mitgeführten Gepäcks kam Rauschgiftspürhund "Cessy" zum Einsatz. Der Hund schlug bei der Reisetasche des Fahrgasts an und wies so auf mögliche Drogen hin.
Bei der anschließenden Durchsuchung entdeckten die Zöllner insgesamt 92,8 Gramm Haschisch, 32,9 Gramm Marihuana, 3,1 Gramm Kokain, 0,9 Gramm Amphetamin, 0,3 Gramm Ketamin, zwei Tilidin-Tabletten, einen Papierträger mit LSD sowie eine Vape mit unbekanntem Wirkstoff. Die Drogen waren in Druckverschlusstüten, Stoffkapseln, Papierbriefchen und Dosen verpackt. Zusätzlich fanden die Einsatzkräfte eine Feinwaage.
"Bei diesen Briefchen handelte es sich nicht um Liebesbriefe", erklärt Nadine Striegel, Pressesprecherin des Hauptzollamts Regensburg, mit Blick auf die auffällig verpackten Drogen. "Die Vielzahl und Art der aufgefundenen Drogen sowie die mitgeführte Feinwaage lassen auf mehr als nur Eigenbedarf schließen."

Der Reisende führte mehrere Substanzen und eine Feinwaage mit. (Bildquelle: Hauptzollamt Regensburg)
Sämtliche Drogen sowie die Feinwaage wurden sichergestellt. Gegen den Reisenden wurde ein Strafverfahren wegen Bannbruchs in Verbindung mit dem Betäubungsmittelgesetz, dem Konsumcannabisgesetz sowie dem Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz eingeleitet. Die weiteren Ermittlungen übernahm das Zollfahndungsamt München im Auftrag der zuständigen Staatsanwaltschaft Regensburg.
Quelle der Polizei-Nachricht: Hauptzollamt Regensburg