Fürstenwalde – Drei Verletzte und schwere Schäden durch Tornado
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Ein bestätigter Tornado hat in Fürstenwalde/Spree schwere Schäden angerichtet. Drei Menschen wurden verletzt, zahlreiche Bäume entwurzelt und mehrere Gebäude sowie Fahrzeuge beschädigt.
Am Mittwochnachmittag, 19. August 2026, ist ein Tornado durch Fürstenwalde/Spree im Landkreis Oder-Spree gezogen und hat erhebliche Schäden hinterlassen. Der Wirbelsturm traf das Stadtgebiet gegen 17:15 Uhr. Besonders schwer betroffen waren Wohngebiete, darunter der Bereich um den Paul-Frost-Ring.
Innerhalb kürzester Zeit wurden zahlreiche Bäume entwurzelt oder brachen ab. Dächer wurden beschädigt oder vollständig abgedeckt, Trümmerteile und Äste lagen anschließend in den betroffenen Straßenzügen.
Deutscher Wetterdienst bestätigt Tornado
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) bestätigte nach Auswertung von Bildern und Videos, dass es sich bei dem Wirbelsturm zweifelsfrei um einen Tornado handelte.
Nach einer ersten Einschätzung der Unwetter-Datenbank ESWD erreichte der Tornado mindestens die Intensität IF1 auf der Internationalen Fujita-Skala. Dies entspricht Windgeschwindigkeiten von rund 150 Kilometern pro Stunde.
Drei Menschen verletzt
Nach den bislang vorliegenden Angaben wurden drei Menschen verletzt. Unter anderem wurde ein fahrendes Auto von einem umstürzenden Baum getroffen. Die Insassen erlitten leichte Verletzungen und wurden vom Rettungsdienst ambulant versorgt.
Auch zahlreiche geparkte Fahrzeuge wurden durch umstürzende Bäume, Äste und andere Trümmer beschädigt.
Selbst das Gelände der Polizei an der August-Bebel-Straße blieb von den Unwetterschäden nicht verschont.
Baumstamm durchschlägt Küchendecke
Besonders schwere Schäden entstanden an mehreren Gebäuden. Dächer wurden teilweise oder vollständig abgedeckt. Auch eine Kindertagesstätte war von den Auswirkungen des Tornados betroffen.
In einem besonders schweren Fall stürzte ein Baum beziehungsweise Baumstamm auf ein Wohnhaus und durchschlug die Küchendecke.
Zahlreiche weitere Bäume wurden entwurzelt oder beschädigt. Einige blockierten Straßen, andere stürzten auf Häuser und Fahrzeuge. In den betroffenen Straßenzügen lagen Äste, Dachteile und weitere Trümmer.
Polizei und Feuerwehr sperren Gefahrenbereiche
Polizei und Feuerwehr sperrten besonders gefährdete Bereiche ab. Anwohner wurden teilweise aufgefordert, Gebäude zunächst nicht zu betreten. Durch beschädigte Dächer, lose Bauteile und instabile Bäume bestand weiterhin Gefahr.
Auch die Versorgung und Absicherung der Verletzten sowie die Beseitigung von Hindernissen gehörten zu den zahlreichen Aufgaben der Einsatzkräfte.
Feuerwehr bis in die Nacht im Einsatz
Die Feuerwehr Fürstenwalde rückte mit einem Großaufgebot aus. Im Einsatz waren hauptamtliche Kräfte sowie Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr. Auch Polizei und Rettungsdienst waren an zahlreichen Einsatzstellen gefordert.
Die Einsatzkräfte räumten Straßen von umgestürzten Bäumen und Trümmern, kontrollierten und sicherten beschädigte Gebäude und sperrten Gefahrenstellen ab. Die Arbeiten dauerten bis in die Nacht hinein.
Bei der Aufarbeitung der Schadenslage wurden mindestens 37 umgestürzte beziehungsweise beschädigte Bäume erfasst. Der Bereich um den Paul-Frost-Ring gehörte zu den Schwerpunkten des Einsatzes.
Tornado Teil einer größeren Unwetterlage
Der Tornado in Fürstenwalde war Teil einer schweren Unwetterlage, die am Mittwochabend und in der Nacht über mehrere Regionen Deutschlands zog. Gewitter, Hagel und schwere Sturmböen verursachten auch andernorts erhebliche Schäden.
In Fürstenwalde dauerten die Aufräum- und Sicherungsarbeiten nach dem Tornado an. Beschädigte Gebäude, Dächer und Bäume mussten auf ihre Sicherheit überprüft werden. Die genaue Höhe des entstandenen Sachschadens war zunächst nicht bekannt.
*Quelle der Polizeinachricht: Feuerwehr Fürstenwalde / Polizei Potsdam